
Mein Reisebericht: Norwegen mit dem Wohnmobil
Aktualisiert am: 27.02.2026
Lesedauer: 8 Minuten
Norwegen zu entdecken war schon lange ein Traum von mir und meinem Freund Tom. Also haben wir uns endlich auf unser großes Abenteuer eingelassen: ein Roadtrip mit dem Camper – quer durch Dänemark und Schweden bis hoch nach Norwegen. Wo wir gecampt haben und welche Erfahrungen wir unterwegs gesammelt haben, erfahrt ihr in meinem Reisebericht.
Unser treuer Begleiter war ein CaddyCamper mit Dachzelt von Naturbummler. Ohne festen Plan sind wir losgefahren – und genau das hat die Reise so besonders gemacht. Fast jeden Tag verbrachten wir die Nacht an einem anderen Ort, sodass wir unfassbar viel gesehen haben.
In 17 Tagen kamen so rund 4.500 Kilometer zusammen!
Falls ihr keinen eigenen Camper besitzt, kann ich euch den Preisvergleich von CamperDays wärmstens ans Herz legen. Dort könnt ihr Mietwohnmobile vergleichen und buchen - vom kleinen Kastenwagen bis zum großen Wohnmobil mit viel Platz.
Tipp: Wir haben unsere gesamte Route mit der App Polarsteps aufgezeichnet. Dort wird nicht nur die Strecke getrackt, sondern man kann auch Fotos und Texte hinterlegen – ein digitales Reisetagebuch, in das ich heute noch gerne reinschaue, um in Erinnerungen zu schwelgen.
Unsere Norwegen-Reiseroute auf einen Blick
Route: Kopenhagen - Malmö - Strömstads kommun - Oslo - Øystre Slidre - Strada - Stryn - Florø - Øygarden - Osøyro - Kvinnherad - Ullensvang - Tau - Sola - Hjørring
Reisezeitraum: 17 Tage im August
Norwegen mit dem Wohnmobil: mein Reisebericht

Kopenhagen & Malmö
Eigentlich wollten wir von Hirtshals (Dänemark) mit der Fähre nach Kristiansand (Norwegen) übersetzen, aber sie wurde wegen Unwetter gestrichen. Also starteten wir spontan in Kopenhagen, fuhren über Land – und das war gar nicht so schlecht! Wir bummelten durch die Stadt und übernachteten danach auf einem Stellplatz an der schwedischen Küste bei Malmö.
Stellplatz: P4n, 50.596044,12.946676 (Sweden, Ribersborgsstigen) 5 SEK pro Stunde von 8-20 Uhr, 83 SEK for over 21h
Strömstads kommun (Schweden)
Mitten im schwedischen Wald fanden wir über Park4Night einen kleinen, idyllischen Stellplatz – Natur pur!
Stellplatz: P4n, 59.006010,11.151900 (Sweden, Strand Stugby and Camping) 30 Euro
Oslo
In Oslo hatten wir super Wetter und haben die Stadt erkundet (nur das Bier für 12 Euro hat uns leicht geschockt 😄). Absolut sehenswert sind die moderne Oper von Oslo, sowie das Königliche Schloss mit seiner weitläufigen Parkanlage.
Die Nacht verbrachten wir zur Abwechslung mal in einem Airbnb, um nah an der Innenstadt zu sein.

Øystre Slidre, Jotunheimen-Nationalpark
Raus aus der Stadt, rein in die Natur! Wir fuhren Richtung Norden in den Jotunheimen-Nationalpark und fanden über Park4Night einen einsamen Spot mitten in der Natur. Bei 8 Grad schliefen wir frei und wurden am Morgen von einer Kuhherde neben dem Auto geweckt – herrlich!
Stellplatz: 61.356041,9.076241 (Norway - 2953, Jotunheimvegen)
Stranda, Geirangerfjord
Durch den Valdres-Nationalpark fuhren wir Richtung Geirangerfjord. Unser Schlafplatz lag direkt neben einem Wasserfall – beeindruckend, aber laut 😅.
Eine Wanderung rund um den Fjord lohnt sich absolut: Der Blick von oben ist atemberaubend.
Stellplatz: 62.095093,7.218394 (Norway - 6216, Vinje Camping)
Stryn, Briksdalsbreen-Gletscher

Unser Ziel war der Helset-Campingplatz in Stryn, den ich schon so oft auf Instagram entdeckt habe. Ich kann mich den Empfehlungen nur anschließen. Mein Favorit auf der ganzen Reise! Man steht direkt am türkisblauen Bergsee, umgeben von riesigen Bergen mit Wasserfällen und Gletscherblick. Und das Beste: die private Sauna mit Panoramafenster auf den See – pure Entspannung und unser absolutes Highlight!
Die Wanderung zum Briksdalsbreen ist zwar touristisch, aber spektakulär. Der hellblaue Gletscher ist wirklich ein toller Anblick.
Stellplatz: 61.826611,6.968844 (Norway - 6789, Helset Camping) 400NOK
Florø
Endlich Meerluft! Nach vielen Seen freuten wir uns auf die norwegische Küste.
Der Campingplatz dort war außergewöhnlich gut: eigene Badebucht, Jetski, Motorboote, Kajaks, Hobbyraum mit Kicker, Darts, Billiard, Airhockey, sogar eine PS5 😄 – und trotzdem total naturbelassen und nicht überfüllt. Die Sanitäranlagen waren wie ein privates Badezimmer eingerichtet (mit Dusche und Toilette in einem Raum) – 4-Sterne-Feeling! Dort möchten wir unbedingt nochmal hin.
Stellplatz: 61.593054,5.071356 (Norway - 6908, Nordica Resort Floro, formerly Krokane Camping) 470NOK
Øygarden, nahe Bergen
Einen schönen Platz direkt in Bergen zu finden ist schwer, also übernachteten wir an der Küste in Øygarden.
Leider hatten wir Sturm und Regen, sodass wir kaum etwas ausprobieren konnten – bei gutem Wetter aber bestimmt traumhaft! Es gibt dort z. B. kostenlose Kajaks und eine kleine Badebucht.
Stellplatz: 60.636800,4.807892 (Norway - 5334, Troll Vatn Camping) 300 NOK
Osøyro & Bergen
Am nächsten Morgen strahlender Sonnenschein! Wir nutzten den Tag für einen Stadtbummel in Bergen: kleine Boutiquen, Vintage-Stores, der Fischmarkt – und unser Highlight: die legendären Hotdogs am „3-Kroneren“-Stand 😋.
Abends gönnten wir uns ein Airbnb-Zimmer zum Ausruhen.
Kvinnherad – mitten im Nirgendwo

Unser nächstes Ziel: Trolltunga und Preikestolen. Auf dem Weg dorthin übernachteten wir spontan mitten in den Bergen – nur umgeben von Schafen, Kühen und Stille. Die Aussicht war unglaublich!
Stellplatz: 60.187500,6.380688 (Norway - 5476, Nordrepollen)
Ullensvang – Schlafen zwischen Obstbäumen
Wir suchten uns einen Campingplatz mitten in Apfelbäumen, nur eine Stunde von der Trolltunga entfernt.
Kleiner Tipp: Nicht direkt bei Trolltunga campen – dort ist es überfüllt und teuer. Lieber etwas außerhalb übernachten und früh anreisen.
Stellplatz: 60.335999,6.658040 (Norway - 5781, Lofthus Camping)
Røldal – Trolltunga

Der große Wandertag! Früh starten lohnt sich, denn allein die Anreise zum Startpunkt der Trolltunga-Wanderung dauert. Es gibt drei Parkplätze: P1 (Tyssedal), P2 (Skjeggedal) und P3 (Mågelitopp) direkt am Einstieg. P3 ist zwar am nächsten, aber meistens schon Wochen im Voraus ausgebucht – auch bei uns war er leider voll.
Wir mussten auf P1 parken (300 NOK/Tag) und zwei Shuttlebusse nehmen: erst von P1 nach P2, dann weiter bis P3. Jede Strecke kostete 100 NOK pro Person – insgesamt teuer, aber jede Krone wert! Die Aussicht unterwegs war einfach atemberaubend.
Nach der Tour fuhren wir weiter nach Røldal, wo wir auf einem kleinen Campingplatz direkt am See übernachteten. Bei 25 Grad und Sonne konnten wir dort wunderbar entspannen. Weil es so schön war, blieben wir spontan gleich zwei Nächte.
Stellplatz: 59.830002,6.810690 (Norway - 5760, Seim Camping Roldal)

Tau – Preikestolen
Auch die Wanderung zum berühmten Preikestolen ist ein echtes Muss. Der Weg ist gut besucht, aber der Ausblick auf den Lysefjord soll einfach spektakulär sein. Bei uns zeigte sich Norwegen jedoch von seiner mystischen Seite: dichter Nebel und tiefhängende Wolken – vom Fjord war leider nichts zu sehen. Und trotzdem hatte es etwas ganz Besonderes. Wir stiegen noch ein gutes Stück weiter bis zum Gipfelkreuz hinauf – plötzlich waren wir allein, über den Wolken, und fühlten uns für einen Moment wie „on top of the world“.
Stellplatz: 59.074131,6.061792 (Norway - 4121, Wathne Camping)
Sola – nahe Stavanger
Am nächsten Tag besuchten wir Stavanger und fuhren dann weiter an die Küste Richtung Kristiansand. Unser Campingplatz lag traumhaft in den Dünen mit direktem Zugang zum Sandstrand – perfekte letzte Nacht in Norwegen.
Stellplatz: 58.868801,5.565860 (Norway - 4053, Ølberg Camping)
Hjørring – Dänemark

Mit der Fähre ging es von Kristiansand nach Hirtshals (kleiner Tipp: früh buchen, dann ist sie deutlich günstiger!).
Unser letzter Abend am Strand in Dänemark endete mit dem schönsten Sonnenuntergang, den wir je gesehen haben – ein perfekter Abschluss. Den Platz direkt hinter den Dünen fanden wir super, wir wären gerne länger geblieben.
Stellplatz: 57.421930,9.759721 (Denmark - 9480, Gö. Klitgaard Camping)
Mit dem Camper in Norwegen: unsere Highlights
Die unglaubliche Natur: Wasserfälle, Fjorde, Berge und Gletscher
Die Freiheit, einfach wild zu campen
Der Mix aus bekannten Highlights und versteckten Orte
Viel Platz auf den Stellplätzen und immer freie Platzwahl
Norwegen mit dem Wohnmobil: Tipps und Erfahrungen
Plant genug Zeit ein – die Distanzen sind größer, als man denkt
Seid flexibel – Wetter und Straßenverhältnisse können sich schnell ändern
Nutzt Apps wie Polarsteps zur Routenaufzeichnung oder Park4Night zur Schlafplatz-Suche
Nehmt warme Kleidung mit – selbst im August kann es kalt werden (meine Wollmütze war mein ständiger Begleiter 😄)
Tipp: Wetter-App für Norwegen: yr
Günstigster Lieblingssupermarkt: KIWI
Viele Basics an Essen schon von Zuhause mitnehmen
Um autark unterwegs zu sein, lohnt sich die Mitnahme einer tragbaren EcoFloe Powerstation
Man kann überall mit Karte zahlen
Fazit und Erfahrungen: Camper in Norwegen

Norwegen hat uns absolut begeistert. Diese Mischung aus Freiheit, Abenteuer und überwältigender Natur werden wir nie vergessen. Für mich war es eine ganz neue Art des Reisens – und ich habe sie geliebt. Die Fahrt selbst war unser Ziel. Hinter jeder Kurve wartete ein neuer Wow-Moment: Wasserfälle, Seen, Fjorde, schneebedeckte Gipfel und sogar Eis im August.
Aporpos Wetter: Strömender Regen, plötzlicher Sonnenschein, 8 Grad auf dem Berg, 25 Grad unten im Tal, dazu stürmischer Wind – wir haben wirklich alles erlebt. Genau das machte den Reiz aus: nie zu wissen, wie der nächste Tag wird oder wo wir abends schlafen würden.
Für uns war es einer der schönsten Roadtrips überhaupt – und bestimmt nicht der letzte!
Wenn ihr auch Lust auf so ein Abenteuer habt: Durch unser kleines Auto waren wir super flexibel, aber rückblickend wäre ein etwas größeres Fahrzeug mit einer kleinen Sitzmöglichkeit im Innenraum bei Regen praktischer gewesen. Bei CamperDays könnt ihr ganz einfach den passenden Camper für euch finden.

Danke für's Lesen!
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