
Mit dem Wohnmobil entlang der spanischen Küste: Das ist die schönste Route
Aktualisiert am: 01.06.2026
Lesedauer: 6 Minuten
Kaffeetasse in der Hand, Schiebetür des Campers offen und der Blick fällt direkt auf das glitzernde Mittelmeer: So könnte euer Morgen in Spanien aussehen. Aber wo ist es am schönsten? Hier kommt sie: Die schönste Route entlang der spanischen Küste mit dem Wohnmobil! Auf 1095 Kilometern geht es durch vier Regionen, zwei Sprachen, die quirligen Zentren von Barcelona, Valencia und Málaga und entlang unzähliger Strände.
Routen-Check: mit dem Wohnmobil entlang der spanischen Küste
Route: Barcelona - Cala La Buena - Playa del Trabucador - Valencia - Denia - Granadella - Xabia - Benissa - Calpe - Altea - Alicante - Torrevieja (ca. 1100 km)
Beste Reisezeit: Frühling und Spätsommer. Am besten, um der Sommerhitze und den großen Touristenmassen in den Schulferien zu entgehen.
Spar-Tipp: Damit eure Reisekasse für Tapas und Meeresfrüchte draufgeht und nicht für die Fahrzeugmiete, solltet ihr rechtzeitig im Voraus unseren Preisvergleich nutzen. So holt ihr euch garantiert das beste Angebot für eure Reise.
Anreise: Camper könnt ihr zum Beispiel in größeren Städten wie Barcelona, Madrid oder Málaga mieten. Alternativ könnt ihr eure Reise auch schon in Deutschland starten, eine Mietstation in eurer Nähe finden und Flugkosten sparen.
1. Start in Barcelona

Erster Stopp: Barcelona! Zugegeben: Die katalanische Stadt ist nicht gerade die wohnmobilfreundlichste Stadt der Welt, was Parkplätze angeht. Aber sie gehört für uns einfach zu jedem Spanien-Urlaub dazu. Stellt den Camper am besten etwas außerhalb der Stadt auf einem beachten Parkplatz ab und fahrt mit der Metro ins Zentrum. Oder ihr bucht für ein oder zwei Nächte ein Hotel und holt den Camper anschließend an der Mietstation ab.
Schlendert unbedingt durch das gotische Viertel (Barri Gòtic) zwischen La Rambla und der Via Laietana. Eine feste Route braucht ihr nicht, denn es macht viel zu viel Spaß sich in den labyrinthischen Gassen zu verirren: Hinter vielen Ecken warten uralte Gebäude, die teilweise sogar aus der Zeit vor dem Mittelalter stammen. Keine Sorge, verlaufen könnt ihr euch nicht: Irgendwann landet man sowieso auf der Plaça Reial mit den vielen Restaurants und Bars.
Die Sagrada Família und die vielen anderen Gaudí-Gebäude gehören selbstverständlich auf unsere Bucket List. Wir arbeiten uns von der weltberühmten Kirche weiter vor bis Casa Milá, Casa Batlló und schließlich zum wunderschönen Park Güell. Wir wissen gar nicht, welches Bauwerk wir am schönsten finden. Jedes hat etwas ganz Besonderes, aber den unverwechselbaren Gaudí-Stil haben sie alle gemeinsam.
2. Cala la Buena und Playa del Trabucador
Die Wellen brechen sich an den Felsen, kaum Menschen sind unterwegs, die Sonne geht am Horizont unter. Cala la Buena ist (jedenfalls in der Nebensaison) wirklich das Paradies auf Erden.
Noch schöner wird es ein paar Kilometer weiter am Playa del Trabucador: Auf dem schmalen Sandstreifen seht ihr das Meer zu eurer rechten und linken Seite. Hier würde man am liebsten für immer bleiben, aber für uns geht es schon am nächsten Tag weiter Richtung Valencia.
3. Valencia: Spaniens drittgrößte Stadt
Valencia ist eine dieser Städte, in die man sich auf den ersten Blick verliebt. Und das Beste: Ihr könnt euch Fahrräder ausleihen und die Stadt auf zwei Rädern erkunden. Die Jardines del Turia - ein trockenes Flussbett - ziehen sich als neun Kilometer langer Grüngürtel mitten durch die City.
Für Kulturfans: Die historische Altstadt und die futiristische Ciudad de las Artes y las Ciencias sollten unbedingt auf eurer Liste stehen. Die Seidenbörse gehört zum Unesco-Welterbe.
Für Foodies: Der Mercat Central ist Europas größter Obst und Gemüsemarkt. Für die 1200 Stände der Jugendstil-Markthalle solltet ihr euch viel Zeit nehmen. Gut, dass sie täglich (außer sonntags) geöffnet hat. Gönnt euch zwischendurch Tapas an der Central Bar.
Für Hipster: Das lebendige Viertel Ruzafa mit seinen bunten Wohnhäusern und Wandmalereien hat tolle Straßencafés, Boutiquen, Küchen aus aller Welt, Mikrobrauereien, Galerien und Clubs.
Für Strand-Liebhaber*innen: Am Yachthafen beginnt der vier Kilometer lange Stadtstrand. Perfekt, um sich nach dem Sightseeing zu erholen.
4. Küsten-Vibes in Denia und Xabia

Hey, Dénia! Die kleine Stadt mit der maurischen Festung und dem farbenfrohen Viertel Baix la Mar ist der perfekte Zwischenstopp für eine Wohnmobil-Rundreise durch Spanien. Probiert unbedingt die berühmten roten Garnelen auf dem Markt und schlendert an den weißen Fischerhäusern am Hafen entlang.
Am nächsten Tag geht es weiter zum Parque Natural del Macizo del Montgo, benannt nach dem Bergmassiv, das Denia und Xabia voneinander trennt. Bei der Fahrt durch die Serpentinen wird uns fast schwindelig, aber die Ausblicke sind es wert! Wir parken den Camper an der Provinzstraße Canyon del Monyo und gehen von dort über einen steinigen Pfad 1,5 Kilometer zu Fuß weiter - immer das Meer im Blick. Unser Ziel: die Meereshöhle Tallada, die nur bei ruhiger See zugänglich ist. Heute haben wir Glück! Mit den Felsbögen, Korallen und kristallklarem Wasser ist dieser Ort perfekt zum Schnorcheln.
5. Granadella bis Altea

Mit dem Wohnmobil geht es weiter an der spanischen Küste entlang. An der Costa Blanca reiht sich ein Highlight an das nächste:
Granadella ist eine der schönsten Buchten an der Costa Blanca. Praktisch: Ihr könnt den Camper einfach oben an der Straße parken.
Benissa: Der ökologische Küstenpfad windet sich zwischen Cala Pinets und Cala del Calalga entlang, Die von Pinien gesäumten Buchten sind besonders schön in den Abendstunden.
Calpe: Der Peñón de Ifach ist ein gigantischer Kalksteinfelsen, der aus dem Meer in die Höhe ragt. Ihr könnt die 332 Meter hoch wandern - erst gemütlich, dann wird die Route zum Klettersteig. Danach gibt's die verdiente Abkühlung im Meer.
Altea: Gönnt euch unbedingt einen Abendspaziergang durch die wunderschönen, weißgetünchten Altstadtgassen.
6. Alicante und das rosa Wunder von Torrevieja

Nehmt euch unbedingt einen Tag Zeit, Alicante, die Hafenstadt an der Costa Blanca zu erkunden. Das Herzstück der Innenstadt: Der lange Sandstrand, wo ihr immer wieder ins Wasser springen könnt. Orientiert euch am besten in östliche Richtung, denn dort gibt es Parkmöglichkeiten direkt hinter dem Strand.
Noch mehr schöne Orte in Alicante:
Das Castillo de Santa Bárbara thront über der Stadt und lohnt sich frühmorgens oder in den Abendstunden. Ihr könnt mit dem Camper bis hoch zum Parkplatz fahren; danach geht es zu Fuß weiter.
Das Altstadtviertel Santa Cruz mit den weißgetünchten Häusern und verwinkelten Gassen könnt ihr wunderbar mit einem Spaziergang zur Burg verbinden.
Die von Palmen und Mosaiken gesäumte Explanada de España führt euch am Hafen von Alicante vorbei; oft findet hier außerdem ein Markt statt.
Im Mercado Central könnt ihr euch mit lokalen Produkten für die Weiterfahrt eindecken und ganz viel Leckeres probieren. Ein Träumchen!
Die Basilika Santa María ist die älteste Kirche der Stadt und befindet sich auf dem Plaza Santa María. Schaut euch zuerst die Kirche an und sucht euch dann in einer der vielen Tapas-Bars ein gemütliches Plätzchen.
Restaurant-Tipp: Vino y Mas ist für uns eine der urigsten und leckersten Tapas-Bars in ganz Alicante. Das Personal ist superfreundlich, das Essen unfassbar lecker und es gibt auch gute vegetarische Alternativen.
Nach Alicante wartet Torreveja mit einer echten Besonderheit: einer rosafarbenen Salzlagune! Wundert euch nicht, wenn die Einheimischen mit Wasserkanistern herumlaufen - das Salz auf der Haut juckt nach dem Baden ganz schön, ist aber ein echtes Erlebnis.
Ihr habt noch mehr Zeit im Gepäck?
Folgt der A7 einfach weiter Richtung Südwesten. Die Strände von Cabo de Gata, die Sierra de Nevada und Málaga sind auf jeden Fall einen Besuch wert - aber das ist eine Geschichte für einen anderen Roadtrip…
Worauf wartet ihr noch? Schnappt euch euren Lieblingsmenschen, werft unseren Camper-Preisvergleich an, um das perfekte Schnäppchen zu finden, und ab auf die Straße. Spanien wartet auf euch!

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