
Texas mit dem Wohnmobil:die zwei schönsten Roadtrips im Lone Star State
Aktualisiert am: 15.01.2026
Lesedauer: 14 Minuten
Warum wir Texas mit dem Wohnmobil uneingeschränkt empfehlen können? Leonie vom CamperDays-Kundenservice war vor einiger Zeit in dem US-Staat unterwegs und hat jede Menge Tipps mitgebracht: von der besten Reisezeit bis zu den schönsten Sehenswürdigkeiten. Außerdem erfahrt ihr in unserem Artikel, wann ihr euer Wohnmobil für Texas mieten solltet und welche Routen wir empfehlen können.
Was ist die beste Reisezeit für Texas mit dem Wohnmobil?

Wir empfehlen euch die Monate März und Mai sowie den September und Oktober für einen Texas-Roadtrip mit dem Wohnmobil. Die Gründe:
Im Frühling (März bis Mai) und Herbst (September und Oktober) ist das Wetter beständig und wie gemacht für Outdoor-Abenteuer.
Da der Frühling und der Herbst in die Nebensaison fallen, sind die Preise für Mietwohnmobile und Campingplätze in der Regel etwas günstiger.
In den Sommermonaten zwischen Juni und August kann es in Texas mit Temperaturen bis zu 40 Grad sehr heiß werden – auch nachts im Wohnmobil.
Wegen der Sommerferien sind viele Camping-Fans in Texas unterwegs. Teure Preise, volle Campingplätze und mehr Trubel an den Sehenswürdigkeiten sind die Folgen.
Ab Oktober wird es kühler, aber der Winter in Texas ist trotzdem mild. Der Big Bend führt jetzt viel Wasser – perfekt für Rafting-Touren. In einigen Regionen kann es schneien.
Wohnmobil für Texas mieten: Hier könnt ihr Preise vergleichen

Über CamperDays könnt ihr Wohnmobil-Vermieter in Texas ganz einfach miteinander vergleichen. Dafür müsst ihr nur angeben, wo ihr eure Reise starten und beenden wollt. Dallas ist ein guter Startpunkt, um Texas mit dem Wohnmobil zu erkunden. Die Stadt wird direkt von Frankfurt aus nonstop angeflogen. Außerdem haben hier gleich mehrere Wohnmobil-Vermieter Stationen zur Übernahme. Alternativ könnt ihr eure Wohnmobil-Reise auch in Houston oder Austin starten.
Ein Mietwohnmobil in Texas kann je nach Saison zwischen 120 und 250 Euro pro Nacht kosten. Wir empfehlen euch, das Wohnmobil für Texas mindestens fünf bis sechs Monate im Voraus zu mieten. Dann sind die Preise pro Tag etwas günstiger und ihr habt mehr Auswahl. Wenn ihr bereits im Vorjahr bucht, könnt ihr Frühbucher-Rabatte bei vielen Vermietern abstauben.
Tipps für eure Routenplanung:
Tagesetappen sollten maximal 300–320 Kilometer lang sein. Dann habt ihr genug Zeit für spontane Stopps und sitzt nicht zu viel hinter dem Lenkrad.
Früh starten, um Sehenswürdigkeiten entspannt zu genießen! Gerade in der Hochsaison müsst ihr dann nicht Schlange stehen.
Route realistisch planen: Texas ist größer als Deutschland und man kann in zwei bis drei Wochen unmöglich alles sehen.
Texas mit dem Wohnmobil: Das sind die zwei schönsten Routen
Route 1: Von Stadt zu Stadt
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Stationen
Dallas – Grapevine – Forth Worth – Fredericksburg – Austin – San Antonio – Houston – Dallas .
Strecke
866 Meilen (ca. 1.394 km)
Empfohlene Reisedauer
2-3 Wochen
Los geht's in Dallas: Cowboy-Mythos trifft auf Moderne
Irgendwie fühlt sich Dallas anders an als andere US-Metropolen – und wird oft unterschätzt. Die Kontraste machen die Stadt so interessant: Cowboy-Mythos trifft auf Glasfassaden, BBQ auf Fine Dining, große Geschichte auf kreative Viertel.
Sieben Orte, die wir euch ans Herz legen:
Dealey Plaza & Sixth Floor Museum: Am Ort der Ermordung John F. Kennedys ist ein sachliches, ruhiges und eindrucksvolles Museum entstanden.
Dallas Bishop Arts District: Hierbei handelt es sich um einen der größten zusammenhängenden Kunstbezirke der USA. Das Dallas Museum of Art ist oft kostenlos.
Deep Ellum: Das kreative Herz der Stadt. Street Art an fast jeder Ecke, Live-Musik, kleine Bars, Vintage-Läden. Abends besonders lebendig – ohne geschniegelt zu sein.
Dallas Klyde Warren Park: Der Park verbindet Up- und Downtown. Hier könnt ihr euch einen Snack an den Foodtrucks holen und im Grünen entspannen.
Dallas Pioneer Park: Hier solltet ihr unbedingt vorbeischauen, denn die Skulpturen sind ein echt cooler Foto-Spot, wie ihr auf unseren Bildern sehen könnt.
Dallas Reunion Tower: Von hier aus habt ihr den besten Blick auf die gesamte Stadt.
Leonies Tipp: Campingmöglichkeiten in Dallas
Dallas/Arlington KOA: gute Infrastruktur, nah an I-20 und Stadt
Dallas Metro RV Park: ruhige Lage, Stellplätze für größere Wohnmobile
Lewisville Lake RV Campground: falls ihr lieber etwas außerhalb direkt am Wasser steht
Grapevine: Winetasting, Tex-Mex und Live Entertainment
Grapevine liegt zentral zwischen Dallas und Fort Worth und lohnt sich auf jeden Fall für einen Zwischenstopp. Außerdem ist die Chance auf gutes Wetter hoch: Die Stadt hat im Durchschnitt mehr als 250 Sonnentage im Jahr. Kein Wunder, dass in Grapevine viele Highlights draußen stattfinden.
Was ihr in Grapevine unbedingt machen solltet:
Erkundet den Urban Wine Trail: Nahe der Historic Main Street gibt es jede Menge schöne Winetasting Room, besonders beliebt sind Messina Hof und Landon.
Schlendert durch die kleinen Glasbläsereien, Boutiquen und Restaurants im historischen Zentrum. Die perfekte Gelegenheit, um Tex-Mex auszuprobieren oder euch ein paar coole Cowboy-Boots zu kaufen.
Verschafft euch vom Grapevine Observation Tower aus 150 Metern einen perfekten Überblick.
Taucht auf der Historic Nash Farm in das traditionelle Farmleben des späten 19. Jahrhunderts ein.
Katapultiert euch mit der Grapevine Vintage Railroad mit ihren Waggons aus den 1920er Jahren in die Vergangenheit.
Stattet dem Lake Grapevine einen Besuch ab – unser Lieblingsort zum Fahrradfahren oder Wandern gehen.
Live Entertainment wird in Grapevine großgeschrieben: Das Texas Star Dinner Theatre und Historic Palace Theatre runden euren Tag in Grapevine ab.
Fort Worth: ein lebendiges Freilichtmuseum
Der erste Eindruck vom Lone Star State ist schon einmal großartig, aber wir möchten noch ein bisschen mehr Wild-West-Feeling. Aus dem Grund geht es für uns von Grapevine direkt weiter zu den Fort Worth Stockyards.
Ursprünglich war Fort Worth ein wichtiges Zentrum für Viehverarbeitung und -handel, heute ist der historische Bezirk ein lebendiges Freilichtmuseum: Live-Musik, Rodeos und Cowboy-Kultur wird hier großgeschrieben.
Ihr sucht noch ein Mitbringsel? In den historischen Gebäuden findet ihr stilechte Boots, Westernbekleidung und andere Souvenirs.
Und am Abend könnt ihr in den vielen Saloons den Abend ausklingen lassen - natürlich stilecht mit Live Musik.
Fredericksburg: Texas Hill Country, here we come!

Fredericksburg liegt mitten im Texas Hill Country, einer der bedeutendsten Weinregionen der USA. Sehr beliebt ist ein Winetasting entlang der „Wine Road 290“ mit über 50 Weingütern. Oft gibt es vor Ort sogar Livemusik und Foodtrucks, je nach Saison. Das Wohnmobil bleibt dann natürlich stehen, aber zwischen den Weingütern gibt es einen Shuttle. Gut zu wissen: Viele Weingüter verlangen eine Reservierung, vor allem an den Wochenenden.
Ähnlich wie in Grapevine lohnt sich ein Bummel durch die historische Innenstadt mit den vielen Restaurants und Bars. Aber die eigentlichen Highlights verteilen sich rund um die Stadt:
Die Enchanted Rock State Natural Area ist mit ihrer Riesen-Granitkuppe der perfekte Ort für einen Sundowner
Im Old Tunnel State Park, einem alten Eisenbahntunnel, fliegen an den Sommerabenden Millionen Fledermäuse aus
Die riesigen Blumenfelder der Wildseed Farms sind wunderschön anzusehen und unser Lieblings-Instagram-Spot

Austin: Kalifornien-Vibes in Texas
„Keep Austin Weird“ ist der eigenwillige Slogan der texanischen Stadt. Und ja, das passt – aber im positiven Sinne. Austin nimmt sich selbst nicht zu ernst, fühlt sich offener an als andere Städte im Süden und versprüht an einigen Ecken sogar Kalifornien-Vibes.
Als Live-Music-Capital der USA wird Livemusik in Austin gelebt: In über 250 Live-Music-Venues, in Parks und in Hinterhöfen finden jeden Abend spontane Konzerte statt. Selbst ohne Ticket könnt ihr euch also in die texanische Musikszene stürzen.
Mindestens genauso bunt und abwechslungsreich ist die Food-Szene in Austin: Es gibt Foodtrucks an jeder Ecke, wo ihr euch durch Tacos, Asian Fusion und veganes Essen probieren könnt. Außerdem gibt's hier BBQ auf Weltklasse-Niveau. Unbedingt probieren, wenn ihr nicht vegetarisch lebt!
Highlights in Austin:
South Congress Avenue: Mit kleinen Boutiquen, Street Art & Live-Musik gehört diese Straße zu den Orten in Texas, die ihr euch unbedingt ansehen solltet.
Zilker Park & Barton Springs Pool: Hier könnt ihr an warmen Tagen mitten in der Stadt schwimmen gehen. Leiht euch am besten ein SUP oder Kajak aus.
Rainey Street: In dem historischen Viertel befinden sich Restaurants, Bars und mehr in umgebauten Bungalows.
Mount Bonnell: Von hier aus habt ihr in den Abendstunden den besten Blick über den Colorado River zum Sonnenuntergang.
San Antonio: mexikanisches Flair

Wenn man in San Antonio am River Walk entlang spaziert, möchte man diese texanische Stadt am liebsten nie mehr verlassen. Hier fahren bunte Boote über das Wasser, mexikanische Musik begegnet euch an jeder Ecke und die kleinen Cafés und Galerien laden zum Verweilen ein. Besonders schön ist es hier in den Abendstunden, wenn alles in Lichter getaucht ist.
Noch mehr Highlights:
The Alamo: Die berühmte Missionsstation ist die bekannteste Sehenswürdigkeit in Texas. Am besten früh da sein!
Historic Market Square: Auf dem farbenfrohen mexikanischen Markt gibt es leckere Tacos und Handwerkskunst, abends auch Live-Musik!
San Antonio Missions National Historical Park: Die UNESCO-Gebäude südlich des Zentrums sind ideal für eine leichte Wanderung entlang des River Trails (ca. 15 km).
Camping-Tipp: Das Traveler's World RV Resort ist nur zehn Minuten der Innenstadt entfernt und liegt direkt am River Walk Trail. Hier gibt es Sanitäranlagen, Waschmaschinen und sogar einen Pool. Außerdem fährt ein Bus direkt vor der Tür.

Houston: zu Besuch bei der NASA
So schnell kann es gehen: Houston ist schon die letzte Station, bevor der Texas-Roadtrip in Dallas endet. Neben einer genialen Tex-Mex-Szene und vielen internationalen Restaurants ist die Stadt unweigerlich mit der Raumfahrt verbunden.
In Houston befindet sich nämlich das offizielle Besucherzentrum des NASA-Johnson Space Center. Die interaktive Ausstellung ist wahnsinnig interessant, also bringt auf jeden Fall etwas Zeit mit.
Was sonst noch auf eurer Liste stehen sollte:
Houston Museum of Natural Science: eines der meistbesuchten Naturkundemuseum der USA mit Planetarium, Schmetterlingshaus und mehr
Hermann Park: großer Stadtpark mit Seen, Gärten und Zugang zum Zoo
Market Square Park: historischer Platz mit Cafés und gelegentlichen Live-Events
Route 2: Westtexas und der Big Bend National Park
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Stationen
Dallas – Grapevine – Lubbock – El Paso – Terlingua – Big Bend National Park – San Angelo – Grapevine
Strecke
1579 Meilen (ca. 2.541 km)
Empfohlene Reisedauer
3-4 Wochen
Wild-West-Feeling in Dallas, Grapevine und Fort Worth
Auch dieser Roadtrip durch Texas mit dem Wohnmobil startet in Dallas. Deep Ellum ist das perfekte Viertel, um die Stadt zu erkunden, denn hier treffen Street Art, kreative Cafés und Bars mit Live Musik aufeinander. Unser Ziel: Im legendären Grillrestaurant Terry Black's Barbecue probieren wir ein klassisches texanisches BBQ - und sind begeistert. Falls danach noch Platz ist, solltet ihr unbedingt Fried Pickles probieren. Die frittierten Essiggurken sind eine texanische Spezialität und schmecken mit Ranch Dressing besonders lecker.
Gut gesättigt geht es weiter nach Grapevine. Das historische Viertel mit seinen roten Backsteinhäusern steht ganz oben auf unserer Liste, denn hier gibt es viel zu sehen: Wir decken uns im Cavenders mit Cowboy-Boots ein, stöbern in der Market Hall nach regionalen Zutaten für unsere Camper-Küche und probieren natürlich ein Gläschen Wein - die Stadt ist nämlich bekannt für die guten Weine aus der Region. Danach setzen wir uns natürlich nicht mehr hinters Steuer, sondern quartieren uns auf dem schönen Campingplatz direkt am Wasser ein. Für gutes Tex-Mex-Essen ist das Rock and Brew die beste Adresse.
Bevor es weiter Richtung Westen geht, schauen wir am nächsten Tag noch in den Fort Worth Stockyards vorbei. Alles in diesem historischen District erinnert an den wilden Westen. Hier laufen euch Cowboys und sogar ganze Rinderherden über den Weg - denn Fort Worth war einst eine wichtige Stadt für den Viehhandel.

Lubbock und die High Plains: Rock'n'Roll und sternenklare Nächte
Willkommen in Lubbock, dem Herzen von Westtexas und Geburtsort der Rock'n'Roll-Legende Buddy Holly. Gute Live Musik gibt es hier so ziemlich an jeder Ecke, aber bevor wir an die Abendplanung gehen, gibt es erst einmal Kultur.
Im Lubbock's Cultural District findet ihr jede Menge Galerien und Street Art; einmal im Monat findet hier außerdem der First Friday Art Trail statt: Dann öffnen Künstler*innen die Türen zu ihren Ausstellungen - natürlich mit Live Musik, schließlich sind wir hier in Texas.
Perfekt zum Campen: In den Texas High Plains außerhalb der Stadt ist die Lichtverschmutzung so gering, dass die Nächte sternenklar sind. Außerdem gibt es hier jede Menge Weingüter, wo ihr den Tag entspannt ausklingen lassen könnt.
Guadalupe-Mountains-Nationalpark: der höchste Punkt von Texas
Auf dem Weg nach El Paso solltet ihr unbedingt einen Zwischenstopp im Guadalupe-Mountains-Nationalpark einlegen. Der liegt an der Grenze zu New Mexico und ist Heimat des Guadalupe Peak (2.667 m) – der höchste Punkt von Texas. Hier treffen steile Canyons und blühende Wüsten aufeinander und kreieren die perfekte Kulisse fürs Wandern und Campen.

Wenn die Sonne über der Wüste untergeht und die Canyons in feuerrotes Licht taucht, ist der Nationalpark besonders schön. Fotograf*innen lieben den Park wegen der sternenklaren Nächte, denn es gibt weit und breit keine Stadt in der Nähe.
Camping-Tipps: Auf dem Pine Springs Campground finden rund hundert Wohnmobile Platz, aber nicht alle Stellplätze haben Strom. Mit Toiletten, Trinkwasser und Picknicktischen. Etwas ruhiger ist es auf dem Dog Canyon Campground; hier sind die Stellplätze allerdings etwas kleiner und eher nur für Kastenwagen geeignet. Gut zu wissen: Die Zufahrten sind asphaltiert, aber teilweise sehr kurvig.
El Paso: einen Katzensprung von Mexiko entfernt

Willkommen in El Paso, wo Geschichte, Kultur und wunderschöne Landschaften aufeinander treffen! Diese Stadt ist wirklich etwas ganz Besonderes, denn sie wird von Wüsten-Trails und hohen Bergen eingerahmt. Außerdem liegt die Atadt so nah an Mexiko, dass ihr vom höchsten Aussichtspunkt bis nach Juarez blicken könnt.
Am besten startet ihr euren Sightseeing-Trip auf dem San Jacinto Plaza mitten im City Center. Werft unbedingt einen Blick in das wunderschöne Plaza Theatre aus den 1930-er Jahren, wenn es geöffnet hat. Von hier aus geht es sportlich hinauf zum Scenic Drive Overlook für die schönsten Sonnenuntergänge über El Paso. Und danach? Downtown gibt es beste Live Musik und gutes Tex-Mex-Essen.
Am nächsten Tag bietet sich der Franklin Mountains State Park mit seinen Desert Trails und Bergketten an. Informiert euch vorher über die Camping-Möglichkeiten. Es gibt einige Camping-Spots, aber einige sind zum Beispiel nur für autarke Wohnmobile zugelassen.
Unterwegs auf der Panoramastraße Richtung Big Bend

Na, was ist das denn? Mitten in der Wüste steht am Straßenrand in der Nähe von Valentine die wohl coolste Roadside Art Installation aller Zeiten. Die Prada Marfa an der US Route 90 zeigt hinter einem schlichten, modernen Schaufenster Pradas Herbstkollektion von 2025 und bietet einen spannenden Kontrast zu der staubigen Wüstenkulisse. Ob es sich bei dem Kunstwerk um einen schlauen Werbegag oder Konsumkritik handelt, ist nicht ganz sicher, aber der Ort hat sich zu einem beliebten Selfie-Spot entwickelt.
Für uns geht es aber wieder in den Camper: Die Fahrt über die River Road (FM 170) zählt ohne Frage zu den schönsten Roadtrips durch Texas. Sie folgt dem Rio Grande und führt am Big Bend vorbei. Ziel ist Lajitas, ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge in den Big Bend National Park.
Camping-Tipp: Im Maverick Ranch RV Park steht ihr mitten in der Natur mit Blick auf die Berge - aber mit bester Ausstattung. Neben Strom und Sanitäranlagen gibt es sogar einen Swimming Pool und ein Communitycenter.
Big Bend: der schönste Nationalpark der USA?

Wenn ihr Texas mit dem Wohnmobil bereist, darf der Big Bend auf keinen Fall fehlen. Es ist so vielfältig hier! Man kann mountainbiken, zu hoch aufragenden Gipfeln wandern oder auf dem Fluss durch einen der Canyons paddeln, vorbei an über 450 Meter hohen Klippen.
Was uns an dem Nationalpark so unglaublich gut gefällt: Big Bend hat weniger als zehn Prozent der Besucherzahlen des Grand Canyon, und für mehrtägige Ausflüge - wie Rafting auf dem Rio Grande - muss man nicht viele Monate im Voraus buchen.
Gut zu wissen: Das Chisos Basin ist der wichtigste Zugang mit Besucherzentrum, einem Campingplatz und Wanderwegen, die auch zum Emory Peak führen.
Hier gibt es so viel zu sehen, dass ihr euch am besten direkt ein paar Tage Zeit nehmen solltet. Das sind unsere Highlights:

Der Emory Peak ist der höchste Punkt des Nationalparks. Von dort aus habt ihr einen weiten Blick über die Chisos Mountains.
Der Santa Elena Canyon ist eine der spektakulärsten Formationen des Big Bend. Mietet ein Kajak und fahrt an den steilen Wänden vorbei, unterwegs darf man sogar zelten.
Geht den Chihuahuan Dester Nature Trail. Ihr könnt dabei den Lebensraum Wüste und eine Oase voller Pappeln bewundern.
Die Fossil Discovery Exhibit, eine Art Freilichtmuseum für Vorgeschichte, führt euch 120 Millionen Jahre zurück in die Vergangenheit. Eines der wichtigsten Ausstellungsstücke ist der Schädel des Bravoceraptops, einem gehörnten Dinosaurier, der 2013 im Nationalpark entdeckt wurde.
Nach einem langen Wandertag könnt ihr in den heißen Quellen von Langford entspannen.
Bei Sonnenuntergang geht es nach Terlingua, der Geisterstadt direkt außerhalb des Parks. Dort besichtigt man den alten Friedhof und sieht, wie die Chisos Mountains in flammenden Farben leuchten. In einem alten Kino, das als Starlight-Theater wiederauferstanden ist, gibt es das beste Essen und Trinken weit und breit.
San Angelo: ein entspannter Abschluss

Nach so viel Natur geht es wieder zurück in die Zivilisation. San Angelo ist mit knapp 100.000 Einwohner*innen eine entspannte Stadt mit einem schönen historischen Stadtzentrum. Besonders schön ist der Concho River Walk, wo man sich zwischen Gärten und Kunstinstallationen fast ein bisschen wie in Südeuropa fühlt.
Am nächsten Tag geht es weiter zum Fort Concho National Historic Landmark. Der historische Armeeposten aus den 1860-er Jahren ist noch sehr gut erhalten und gibt spannende Einblicke in die Frontier-Geschichte. Noch mehr über die Stadt und die Kunst aus der Region erfahrt ihr im Museum of Fine Arts, bevor es wieder zurück Richtung Grapevine und Dallas geht.

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