
Neuseelands Nordinsel: Highlights und Reisetipps mit dem Camper
Aktualisiert am: 10.02.2026
Lesedauer: 5 Minuten
Neuseelands Nordinsel muss sich vor der beliebteren Südinsel nicht verstecken: Hier gibt es jede Menge Highlights - von leuchtenden Glühwürmchenhöhlen bis hin zu heißen Quellen und Vulkanen. Außerdem ist es auf der Nordinsel in der Regel immer etwas wärmer als im Rest des Landes. Schon im Frühling kann es richtig mild sein. Perfekt für einen Roadtrip mit dem Camper! Hier kommen die schönsten Rundreisen und Highlights auf Neuseelands Nordinsel.
Neuseelands Nordinsel mit dem Mietcamper
Mit einem Camper reist ihr in eurem eigenen Tempo. Die beste Anlaufstelle ist CamperDays, denn auf unserem Preisvergleich könnt ihr 11 verschiedene Vermieter in Neuseeland miteinander vergleichen. Auf Neuseelands Nordinsel gibt es rund um Auckland Mietstationen, besonders beliebt sind die Modelle von McRent, Apollo und Maui. Am besten kümmert ihr euch schon ein halbes Jahr im Voraus um euer Mietwohnmobil, damit die Auswahl und der Preis stimmen.
Mitten in der Natur übernachtet ihr auf den Campingplätzen des Department of Conservation. Wenn ihr autark auf Stellplätzen campen möchtet, dann denkt daran, bei eurer Buchung nach Self-Contained-Wohnmobilen zu filtern. Diese Fahrzeuge sind mit einem Sticker ausgestattet, der euch das Freedom Camping auf Neuseelands Süd- und Nordinsel erlaubt.
Northland und die Bay of Islands

Route: Start in Auckland, 986 km
Die leuchtenden Glühwürmchen in den Kalksteinhöhlen von Waipu sind der wunderschöne Auftakt dieser Wohnmobil-Tour in den Norden Neuseelands. Auf einer geführten Tour stapfen wir durch das Wasser; es fühlt sich fast so an, als würde über uns der Sternenhimmel leuchten.
Wieder an der Oberfläche geht es über die SH1 weiter nach Norden. In Whakapara verlassen wir die Hauptstraßen und fahren auf die Old Russell Road, eine 64 km lange Straße, die durch bewaldete Hügel und abgelegene Strandsiedlungen.
Dann geht es mit der Mini-Fähre ins nahe gelegene Opua und weiter in den Urlaubsort Paiha in der Bay of Islands. Die Inselbucht mit ihren Wasserfällen und Stränden ist der perfekte Zwischenstopp für eine Bootstour (mit etwas Glück seht ihr Delfine!) Oder ihr begebt euch nach Kerikeri, wo Neuseelands ältestes erhaltenes Steingebäude aus dem Jahr 1863 steht.
Noch mehr Tipps für Northland:

Am Cape Reinga an der Nordspitze Neuseelands fühlt man sich ein bisschen wie am Ende der Welt. Hier trifft der Pazifik eindrucksvoll auf die Tasmanische See. Bei den Maori kennt man das Kap unter dem Namen „Te Rerenga Wairua“ als den Ort, wo die Seelen auf ihre Reise in ihre spirituelle Heimat in Polynesien gehen.
In Rawene ist eine blühende Kunstszene beheimatet. Die No 1 Parnell Gallery zeigt großstädtisch hippe Künstler aus Auckland und regelmäßige Ausstellungen mit Künstler*innen aus dem Far North, während die Tupo-Art immer auch Maori-Künstler der Gegend präsentiert.
In Opononi könnt ihr über den Hokianga Harbour bis zu den aufragenden Sanddünnen in der Nähe von Omapere schauen. Außerdem befinden sich hier wunderschöne Strände, wo ihr eine Camping- und Badepause einlegen könnt.
Der 30 Minuten von Opononi gelegene Waipoua State Forest ist ein Inbegriff des Kiwitums. Den Tane Mahuta Kauro-Baum zu sehen, ist immer wieder eindrucksvoll. Benannt nach der Maori-Gottheit des Waldes ragt dieser mächtige Baum 50 Meter hoch auf, bei einem Umfang von fast 14 Metern. Der Überlieferung nach, gab es den Tane Mahua schon als winzigen Setzling, noch bevor die Maori vor über 1200 Jahren aus ihrer polynesischen Heimat über den Ozean herkamen.
Pacific Coast Highway

Route: Whakatane - Napier, 586 km
Diese Route um die Pazifikküste des Landes startet im sonnenreichen Whakatane. Das Örtchen ist für viele Tourist*innen ein Ausgangspunkt für Boot-Trips nach Wahkari, einer aktiven Vulkaninsel vor der Küste. Von Whakatane aus starten auch ein paar wenige Touren zur Wal-Insel (Māori: Moutohorā), einem streng geschützten Tierschutzreservat.
Die abgelegene Region um Opotoki unweit Neuseelands östlichstem Punkt ist tief verbunden mit der traditionellen Lebensweise des Ngati Porou iwi (Stamm) und besitzt Maraes (Māori-Versammlungsstätten) mit wunderschönen Schnitzereien.
Weiter südlich ist Gosborne mit ausgezeichneten Stränden gesegnet, während die in der Hawke's Bay gelegenen Städte Napier und Hastings hervorragende Weingüter und eine blühende Artisan-Foodszene zu bieten haben. Napier wurde nach einem Erdbeben 1932 wieder aufgebaut und hat daher einige der weltweit schönsten Beispiele von Art-déco-Architektur.
Heiße Quellen und Vulkane auf Neuseelands Nordinsel

Route: Hamilton - Taupo, 235 km
Auf Neuseelands Nordinsel gibt es besonders viele heiße Quellen und Vulkane. Diese Rundreise führt euch an Kraterseen, Geysiren und heißen Pools vorbei. Besonders beeindruckend sind die geothermalen Landschaften in Hell's Gate, Lake Tarawera und dem Waimangu Thermal Valley.

Weiter südlich liegt der riesige Vulkankratersee Lake Taupō, wo es besonders viele Thermalbäder gibt. Außerdem hat der See für die Māori eine große Bedeutung. Er gilt als heiliger und spiritueller Ort, der die Verbindung zur Natur und ihren Vorfahren symbolisiert. Die riesigen Felszeichnungen in der Mine Bay zeugen noch heute davon und sorgen für einen kleinen Gänsehaut-Moment während einer Bootsfahrt.
Noch mehr Highlights auf der Rundreise:
Testet in Rotorua eure Grenzen auf dem riesigen Outdoor Adventure Playground aus. Generell ist die Gegend perfekt für Outdoor- und Action-Fans; Mountainbike-Touren, Ziplining und Zarbing sind in den Wäldern rund um Rotorua sehr beliebt.
Erweist den von J.R.R. Tolkien und Sir Peter Jackson geschaffenen fantastischen Welten Mittelerdes eure Reverenz: In Matamata sind die Hobbiton-Studios mit den weltbekannten Hobbit-Häusern.
Rafting auf dem Tongariro River, Radfahren auf dem Great Lake Trail oder Wandern auf dem Tongariro Alpine Crossing stehen rund um den Lake Taupō ganz oben auf der Liste.
Der Surf-Highway von Taranaki
Route: New Plymouth - Hawera 105 km

Wenn ihr auf Neuseelands Nordinsel Richtung Süden unterwegs seid, solltet ihr unbedingt einen Abstecher auf dem berühmten Surf Highway (SH45) einlegen. Die Straße führt durch Küstendörfer und unbefestigte Straßen zu rauen Surfstränden und dem historischen Leuchtturm am Cape Egmont. Immer im Blick: Der Mount Taranaki zu eurer linken Seite.
Kleine verschlafene Seitenstraßen biegen ab zu den Stränden, die bei Surfer*innen aus aller Welt beliebt sind. (Haltet nach Schiffswracks und Leuchttürmen Ausschau!) Städte wie Oakura und Opunake sind super für einen Zwischenstopp und kombinieren Cafés und Kiwi-Willkommenskultur.
Natürlich habt ihr auch auf dieser Route die Möglichkeit für Bewegung und Natur: Schnürt die Wanderschuhe für den Pouakai Crossing oder den längeren zweitägigen Pouakai Circuit. Wer es sich zutraut, nimmt dem Gipfel des Taranaki Maunga in Angriff.
Neuseelands Nordinsel - und weiter?
Natürlich könnt ihr die Routen aus unserem Artikel miteinander verbinden oder die Nordinsel mit der Südinsel kombinieren. So könnt ihr zum Beispiel euren Mietcamper in Auckland abholen und in Christchurch oder Queenstown zurückgeben. Kümmert euch unbedingt rechtzeitig um die Wohnmobil-Buchung und die Fährfahrt, denn gerade zwischen Februar und April ist Neuseeland ein sehr beliebtes Reiseland.

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